Fahrt zum Weihnachtsmarkt im Landgestüt Celle

Aufgrund der Fülle von Veranstaltungen verzichteten die Rosenthaler Reiter in diesem Jahr auf ein Weihnachtsreiten und fuhren stattdessen am zweiten Advent mit dem Bus zunächst in die Hengstleistungsprüfungsanstalt nach Adelheidsdorf und anschließend auf den Weihnachtszauber-Markt im Landgestüt Celle.

Die Fahrt fand großen Anklang, insgesamt 52 Mitglieder und Freunde unseres Vereins hatten sich angeschlossen und verbrachten gemeinsam einen sehr schönen Tag.

 Adelheidsdorf 2016 Gruppenfoto

In der Hengstleistungsprüfungsanstalt Adelheidsdorf wurde die Reisegruppe von der Gestütsassistentin Sarah Handke in Empfang genommen. Während einer sehr interessanten und kurzweiligen Führung wurde das knapp 40 ha große Areal erkundet. Es gab Erläuterungen zur Hengstprüfungsordnung, der EU-Besamungsstation und zum Betrieb der Anstalt.

 

Bereits 1927 wurde in Celle eine Hengstprüfungsanstalt eingerichtet, nachdem man ein Jahr vorher im ostpreußischen Zwion die erste Anstalt dieser Art gegründet hatte. Über die Jahre hat sich die Leistungsprüfung immer wieder an die Bedürfnisse der Zucht angepasst. Seit Mitte der 70er Jahre sind neben dem Interieur, die Grundgangarten, die Rittigkeit und die Springanlage wesentliche Prüfungsbestandteile.

 

Um die Prüfungsbedingungen einheitlicher und die Ergebnisse durchsichtiger zu gestalten, obliegt die Organisation der Hengstleistungsprüfungen (HLP) seit 2011 im gesamten Bundesgebiet der FN in Warendorf. Hengstbesitzer können die Prüfungsstation für ihren Hengst frei wählen und ihn über das Internet eigenständig anmelden.

 

Der Besuch der im Herbst stattfindenden Prüfung der Junghengste war für einige Rosenthaler Züchter ein fester Bestandteil im Kalenderjahr. Diese bedauerten sehr, dass der Geländeteil kein Prüfungsbestandteil der HLP mehr ist. Überhaupt hat sich im Laufe der Jahre einiges geändert. Die Haltungs- und Trainingsbedingungen wurden stets verbessert, Trainings- und Fütterungspläne stehen unter ständiger Beobachtung. Dazu tragen Tierärzte, Hufschmiede und eine externe Beratungsfirma täglich bei.

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Die in Adelheidsdorf stationierten Jung- und Sporthengste wurden in Augenschein genommen, Abstammungen studiert und untereinander wurde die jeweilige Eignung für die eigenen Stuten intensiv diskutiert. Nach einem Rundgang durch die lichtdurchfluteten Stallungen, die verschiedenen Reithallen, Außenplätze und der großzügig angelegten Geländestrecke mit festen Hindernissen führte die Fahrt weiter in das niedersächsische Landgestüt nach Celle.

 

 

Dort angekommen, konnte man sich zunächst an den vielen kulinarischen Köstlichkeiten des Celler Weihnachtsmarktes stärken und sich einen groben Überblick verschaffen.

 

Eine weitere Führung unter der Leitung von Dr. Axel Brockmann schloss sich an. Er gab historische Einblicke und er erläuterte auch, warum das Landgestüt neben den Warmblütern auch Kaltblüter beherbergt.

Das Gestüt beherbergt insgesamt knapp 100 Hengste. Etwa genauso viele Mitarbeiter arbeiten nicht nur mit den Pferden, bilden diese aus und stellen sie auf Turnieren vor, sondern arbeiten als Dienstleister von der Wagner- und Sattlerei, im Handwerk oder auf der Geschäftsstelle. Der Spermaversand der Zuchttiere erfolgt weltweit.

 

Bei dem Besuch der über 100 Stände auf dem Weihnachtszauber im Landgestüt - einem Weihnachtsmarkt mit viel Kunsthandwerk - verging der Nachmittag sehr kurzweilig und viel zu schnell musste wieder die Heimreise angetreten werden. Gegen 21 Uhr kehrten alle wieder gut gelaunt nach Rosenthal zurück.