Heimatfest in Rosenthal vom 6. bis 9. Juli 2012

In diesem Jahr war der Reit- und Fahrverein Rosenthal-Willershausen e.V. Ausrichter des traditionellen Heimatfestes der Stadt Rosenthal.

Dieses über die Kreisgrenzen hinaus bekannte Fest findet jährlich am zweiten Wochenende im Juli statt und wird abwechselnd von einem der insgesamt fünf festausrichtenden Vereine (Turnus: Reit- und Fahrverein, Turn- und Sportverein, Feuerwehr, Männergesangverein und Festteam des Kulturkreises) organisiert und durchgeführt.


Dass wir nicht nur feste im Sattel sitzen, sondern auch Feste feiern können, wollten wir auch dieses mal wieder unter Beweis stellen.

Und wir dürfen mit Stolz sagen, dass uns dies wohl mehr als gut gelungen ist!


An allen vier Tagen war das Fest gut besucht: Es herrschte ausgelassene Stimmung und wurde sehr viel getanzt und gesungen, aber auch Gespräche kamen nicht zu kurz. Für das leibliche Wohl war mit einer großen Auswahl an Speisen bestens gesorgt und die "kleinen und großen Kinder" konnten sich zudem beim Autoskooter austoben.

Beim Festzug am Sonntag hat sich unser Verein mit fünfundzwanzig Pferden - dreiundzwanzig unterm Sattel und zwei vor der Kutsche - selbst übertroffen und sogar den Juxumzug am Montag unterstützte eine kleine Gruppe Reiter musikalisch als die "Kinder vom Immenhof" ohne Sattel, hoch zu Ross!

 

Dieses Heimatfest wird uns und unseren Besuchern hoffentlich noch lange in guter Erinnerung bleiben.

Wir freuen uns auf jeden Fall schon jetzt auf das Fest im nächsten Jahr, denn "Nach dem Fest, ist vor dem Fest"! 

 

Bereits im Frühjahr 2011 wurde während der Jahreshauptversammlung ein Festausschuss gewählt, der zusammen mit den Vorstandsmitgliedern für die Organisation des Heimatfestes zuständig war.

Seit dem Frühsommer fanden dann regelmäßig Festausschuss-Sitzungen statt - erst in größeren zeitlichen Abständen und je näher der Termin rückte, immer häufiger.

Es mussten viele Entscheidungen getroffen und etliches organisiert werden: Angefangen mit der Auswahl der Festkapellen, Verhandlungen mit Brauereien und Festwirt, Vergabe des Imbiss-Betriebes und Finden eines Mottos für die Diskoparty, über formelle Dinge wie Anmeldung unseres Festes bei der GEMA, Einholen der Ausschankgenehmigung, Anmeldung der Festzüge bis hin zu Werbemaßnahmen in Form von Versenden von Einladungen an Vereine und Ehrengäste,  Anbringen von  Plakaten, Veröffentlichung von Presseberichten und vieles, vieles anderes mehr...

Auch die für das Heimatfest bestellten Poloshirts und Pullis kamen noch rechtzeitig, so dass unsere Mitglieder während des Festes in einheitlichem Outfit auftreten konnten.


Am Mittwoch, den 4. Juli 2012 wurde es dann für alle ernst: Es galt das 25 x 45 Meter große Festzelt auf dem Festplatz am "Fischewosse" aufzubauen. Wie bei der Jahreshauptversammlung 2012 mehrheitlich von den Mitgliedern beschlossen, sollte dies in Eigenleistung geschehen, um sich als Gegenleistung eine nicht unerhebliche Prämie des Festwirtes zu sichern.

Wie gewohnt war auf unsere Mitglieder und Freunde des Vereins Verlass: Gegen 10 Uhr standen ca. 45 Personen auf dem Festplatz zum Zeltaufbau bereit! Zunächst wurden nach Anweisung des Gerüstbauers die Trägerelemente auf dem Boden ausgelegt, anschließend zusammengesteckt und verschraubt und schließlich mit vereinten Kräften aufgestellt. Gegen Mittag stand das Zeltgerüst und wir hatten uns eine Pause und den Mittagsimbiss wirklich verdient. Nach einer kurzen Erholung wurde mit dem Aufziehen der Planen begonnen. Auch hier war wieder Gemeinschaftsgefühl gefragt, denn alle musste im wahrsten Sinne des Wortes "an einem Strang ziehen", um die Planen von der einen Zeltseite auf die andere zu ziehen. Der Aufbau der beiden Bühnen erforderte dann noch einmal den ganzen körperlichen Einsatz der fleißigen Helfer. Gegen 19 Uhr waren alle für diesen Tag geplanten Aufgaben erledigt und die Helfer traten nach und nach erschöpft, aber zufrieden über die erbrachte Leistung den Heimweg an. Da die Sonne den ganzen Tag kräftig schien, hatte sich zwar so mancher einen heftigen Sonnenbrand zugezogen, doch sonst gab es keine Verletzungen oder Unfälle.

Auch der Schaustellerbetrieb Swoboda aus Frankfurt hatte an diesem Tag mit dem Aufstellen seiner Buden und Fahrgeschäfte begonnen und verlieh dem Festgelände so nach und nach das beliebte Festambiente: Der Autoskooters war am Abend bereits komplett aufgebaut, Märchenkarussell, Schiesssalon, Bonboniere, Crèpes- und Imbissstand folgten.

 

Am Donnerstag standen das Aufstellen der Absperrungen, Errichtung der Eingangspforte und allerlei andere Arbeiten für unsere Helfer an.

Das Team unseres Festwirtes Zembellini war ebenfalls angerückt und baute die Theke mit Zapfanlage auf.


Um das Festzelt für die "Beach-Party" in eine Strandlandschaft zu verwandeln, wurde es am Freitag Nachmittag mit aufblasbaren Palmen, Schlauchbooten, Strandmatten, selbst gebastelter Deko und vielen weiteren Accessoires geschmückt. Am frühen Abend rückte dann die Mannschaft vom Diskoteam "Powerplay" aus dem Vogelsberg an, um ihre Musikanlage aufzubauen.

Wie geplant, startete die Beach-Party um 21 Uhr. Den ersten 100 Besucherinnen hatten wir eine Hawaikette als Willkommensgeschenk versprochen und so füllte sich das Zelt rasch. Das Team von PowerPlay heizte mit bekannten und aktuellen Hits die Stimmung an und sorgte damit für das entsprechende Sommerfeeling. Die letzten Besucher verließen erst in den frühen Morgenstunden das Zelt. Nur eine Gruppe von Zimmersleuten auf der Walz nutzte das Festzelt sogar als Schlafgelegenheit und zog erst am nächsten Morgen weiter.


Am Samstag Morgen standen die eingeteilten Helfer pünktlich um 8.30 Uhr zum Arbeitseinsatz bereit. Es wurde zuerst die Deko der Beach-Party abgehängt und abgebaut und anschließend das gesamte Zelt gefegt. Danach konnte mit dem Aufstellen der Bierzeltgarnituren und dem Schmücken der Tische begonnen werden.

Bereits am Vortag hatte sich eine Gruppe von Männern zum Schlagen von Birken getroffen, um damit am Samstag Morgen das Zelt sowie die Stadt zu schmücken.

Am Samstag Nachmittag fand um 14.00 Uhr der Seniorennachmittag statt, der vom Seniorenclub Rosenthal unter Leitung von Lydia Waßmuth organisiert wurde. Nach der Begrüßung der Senioren aus Rosenthal, Roda und der Gemeinde Wohratal durch unsere 1. Vorsitzende Martina Niebisch-Lerch und den Rosenthaler Bürgermeister Hans Waßmuth folgte der Auftritt der Gitarrengruppe Rosenthal-Roda. Danach wurde es sportlich: Erst führte die Jazz-Tanzgruppe unter Leitung von Ute Dersch ein Schaubild auf und anschließend zeigte die Gruppe von Tobias Lay einige Ausschnitte aus dem Training des Budo-Wing-Tsun, einer alten chinesischen Kampfkunst. Nach einer Kaffeepause kam der Rosenthaler Karl Noll mit seinem Schifferklavier zum Einsatz. Es folgte der Auftritt der Landjugend, bei dem die Kleinsten stolz ihr Können präsentierten. Mit dem gemeinsamen Singen der Senioren und Karl Noll klang der Seniorennachmittag aus.

Zur Teilnahme an der Gedenkveranstaltung trafen sich die Rosenthaler Vereine ab 19 Uhr am Rathaus, um von dort gemeinsam unter Begleitung des Rosenthaler Posaunenchors zum Ehrenmal zu marschieren. Nach zwei Liedern des Männergesangvereins Rosenthal und einer weiteren musikalischen Einlage des Posaunenchors folgte die Rede unserer 1. Vorsitzenden zur Ehrung der im Krieg gefallenen Soldaten und Opfer von Gewalt und Kriminalität. Welche Bedeutung diese Gedenkveranstaltung auch heute noch hat, zeigte die in diesem Jahr überdurchschnittlich große Teilnehmerzahl.

Nach der feierlichen Kranzniederlegung marschierten die Teilnehmer geschlossen ins Festzelt, wo die Band "Die Moskitos" bereits auf ihren Einsatz wartete.

Nach Einbruch der Dunkelheit gegen 22 Uhr begann der von den Kindern schon sehnsüchtig erwartete Fackelzug durch Rosenthal, begleitet von der Frankenberger Stadtkapelle. Traditionell wird dieser zum einen vom Bürgermeister und Stadtparlament und zum anderen vom Vorsitzenden und Vorstand des Festvereines begleitet. Nicht jedoch dieses Mal, denn sowohl Hans Waßmuth als auch Martina Niebisch-Lerch fehlten noch, als sich die Gruppe in Bewegung setzte. Den Kindern hat es trotzdem gefallen...

Im Festzelt wurde anschließend noch bis in die frühen Morgenstunden gefeiert und viel getanzt.


Am Sonntag Morgen fand um 10 Uhr ein Gottesdienst im Festzelt mit Herrn Pfarrer Geisel statt, musikalisch begleitet vom Posaunenchor Rosenthal.

Kurz zuvor hatte es bedauerlicherweise angefangen zu regnen und es wurde schon darüber diskutiert, den für 13 Uhr geplanten Beginn des Festzuges zu verschieben. Doch der Wettergott (die Gebete im Festzelt haben anscheinend Wirkung gezeigt) war gnädig mit uns, denn gegen 12 Uhr hörte es auf zu regnen und die Sonne zeigte sich. Beschwingt von dem freundlichen Wetter und vermutlich aus Sorge vor wieder einsetzendem Regen, stimmten die Kapellen um 12.55 Uhr überpünktlich zum Aufmarsch an. Wie schon beim Fackelzug am Samstag, waren allerdings auch beim Festzug die Teilnehmer noch nicht komplett: Eine Gruppe von fünf Reiterinnen, die sich sprichwörtlich "in letzter Minute" einreihen wollten, sahen den Festzug nur noch an sich vorbeiziehen und hatten keine Chance mehr, an den Anfang des Festzuges zu gelangen. So blieb ihnen nichts anderes übrig, als sich nach ca. der Hälfte der Strecke von einer Nebenstraße aus in die Reitergruppe einzureihen. Da in diesem Jahr der Vereinsrekord von fünfundzwanzig Pferden erreicht wurde, dürfte dieses kleine Malheur jedoch keinem der Zuschauer aufgefallen sein...

Im Anschluss an den Festzug ging das Programm im Festzelt weiter. Nach Grußworten der 1. Vorsitzenden spielte die Frankenberger Stadtkapelle und auch der Posaunenchor und die Feuerwehrkapelle aus Gemünden taten sich zu einer großen Gruppe zusammen und sorgten mit einigen Ständchen bei den Besuchern für gute Stimmung.

Nach einer Verschnaufpause ging es ab 20 Uhr wieder mit den Moskitos im Festzelt weiter. Sie zeigten, dass sie flexibel auf die Ansprüche und Wünsche der Besucher reagieren und neben Tanzmusik auch "Auf-den-Bänken-Party-Musik" spielen können. Damit kam auch die jüngere Generation voll auf ihre Kosten.


Der traditionelle Frühschoppen begann am Montag morgen um 10 Uhr. Auf Grund eines Kurzschlusses in der Musikanlage musste die Frankenberger Stadtkapelle improvisieren und verlegte ihren Standort spontan von der Bühne in die Mitte des Festzeltes, mitten ins Publikum. Glücklicherweise funktionierten die Blasinstrumente und  Pauken auch ohne Strom, nur auf den Gesang musste bis zur Behebung des Schadens verzichtet werden. Diese technische Panne tat der guten Stimmung jedoch keinen Abklang, ganz im Gegenteil, man fühlte sich irgendwie "in die gute, alte Zeit" versetzt... Auch für das Ausrufen der Spender wurde rasch eine Lösung gefunden: Unsere 1. Vorsitzende wurde mit einem Megaphon ausgestattet und konnte so unsere Gönner bekannt geben, ohne ihre ohnehin schon leicht angeschlagene Stimme noch mehr zu strapazieren. Nach ca. eineinhalb Stunden ohne Strom funktionierte die Anlage wieder, so dass es wie gewohnt weiter gehen konnte. Da noch so mancher Vorbereitungen für den Juxumzug treffen mussten, leerte sich das Festzelt ab 13 Uhr allmählich.

Um 14 Uhr startete der Juxumzug, bei dem unter anderem Szenen aus dem Rosenthaler Leben auf die Schippe genommen wurden. Auch einige unserer "großen Kinder" nahmen als die "Kinder vom Immenhof" mit ihren geschmückten Pferden und Ponies teil und sangen aus voller Kehle den Immenhof-Song "So ein Pony..." Danach ging es mit der Frankenberger Stadtkapelle bis zum frühen Abend im Festzelt weiter.

Zur Abschlussparty am Montag Abend mit den Moskitos waren ab 20 Uhr alle Feierfreunde aus Rosenthal und dem gesamten Umland eingeladen. Der letzte Fest-Abend wurde ausgiebig gefeiert.

 

Am Dienstag wurde sich ab 10 Uhr zum Zeltabbau getroffen. Bei Sonnenschein packten noch mal viele Vereinsmitglieder und Helfer mit an, so dass der Festplatz am Abend wieder aufgeräumt war. Gerade noch rechtzeitig, bevor ein Gewitter mit starkem Regen über Rosenthal zog.


Jetzt hat die zweite Jahreszeit "nach dem Fest" begonnen, aber natürlich fiebern wir schon der anderen Jahreszeit "vor dem Fest" entgegen!

Da das Heimatfest 2013 vom TSV Rosenthal ausgerichtet wird, können wir ab Freitag, den 12. Juli 2013 vier Tage lang entspannt als Gäste feiern.


Mit der Helferfeier am Freitag, den 5. Oktober 2012 möchten wir allen Mitgliedern, Freunden und Firmen danken, die uns tatkräftig und auch finanziell unterstützt haben.

Ohne euch wäre die Durchführung einer solchen Veranstaltung nicht möglich!

 

  Festausschuss

 Festausschuss des Reit- und Fahrvereins Rosenthal-Willershausen e.V.  


Bildergalerie Heimatfest


Bildergalerie Helferfeier